Neuropathische und internistische Syndrome

Im ersten Kurs konnten Sie erfahren, wie sich eine Irritation des Sympathikus im Grenzstrang im Bereich der Extremitäten auswirken kann. Der Grenzstrang ist allerdings nicht nur ein Leiter vegetativer Fasern, sondern er führt auch sensible Fasern von der Haut und den Extremitäten, die hier teilweise einen Umweg von der Peripherie zum Rückenmark nehmen. Er ist also so etwas wie ein „Kabelbaum“ verschiedener neurologischer Fasern. Insofern können auch diese sensiblen Fasern im Grenzstrang mechanisch irritiert werden. Dadurch können neuropathische Syndrome entstehen, die nicht den Dermatomen oder der gewohnten neurologischen Diagnostik unterliegen. Das ist verwirrend und erst durch die mechanische Grenzstrangirritation verständlich und ursächlich zu therapieren.

Syndrome im Bereich des Kopfes, wie z.B. Migräne, Augenprobleme oder Tinnnitus können durch eine Fehlstellung der Kopfgelenke ausgelöst bzw. mit verursacht werden. Wir zeigen eine sehr sanfte Technik zur Korrektur in diesem Bereich.

Ein weiteres Thema sind funktionelle Organstörungen (also ohne Befund):

Durch eine Zusammenarbeit mit verordnenden Ärzten können folgende funktionelle Störungen aus dem internistischen Bereich erfolgreich manualtherapeutisch angegangen werden:

Herzrythmusstörungen, die nur in Ruhe auftreten, Sodbrennen im Liegen, Magenbeschwerden o.B. oder ein Reizdarmsyndrom sind etwas, was in die Hände von Manualtherapeuten gehört.

Die Arbeit nach dem Modell der vertebro-vegetativen Kopplung gibt eine klare Anleitung, welcher Wirbel welches Organ über den Grenzstrang mechanisch-regulativ irritieren kann. Ist die Reizleitung nach Lösung der Blockierung wieder frei, kann sich auch die Funktionsstörung des Organs auflösen.

Um Rezidiven dauerhaft vorzubeugen gehen wir auf die Korrektur der Körperstatik ein.

Auf die Vertiefung der Theorie und das sichere Beherrschen der manuellen Techniken wird in diesem zweiten Kursteil besonderen Wert gelegt.

Gerne können nach Absprache Patienten vorgestellt werden, um an „echten Fällen“ zu lernen.

Nach dem Besuch des zweiten Kurses erhält man das Zertifikat Sympathikus-Therapeut und kann in die Therapeutenliste des Instituts für Sympathikus-Therapie aufgenommen werden.

 

Zielgruppe: Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Ärzte

Kursdauer: 2 Tage

Kurszeiten: Sa. 9:30 – 18:00, So. 9:00 -16:00 Uhr (die Kurszeiten können geringfügig variieren, bitte beachten Sie daher die Zeiten im Kursheft des jeweiligen Veranstalters)

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